Grüne Hochzeit von Diakon Marcel Gülzow und seine Annina am Samstag, 06. August 2016

Der 06. August 2016 – ein Samstag - wird wohl ein unvergesslicher Tag für das Brautpaar und alle Anwesenden Gäste und Geschwister sein. Ein Hochzeitstag in der Kirche, der nicht ganz „normal“ abgelaufen ist („normal kann jeder“ – sagte jemand).

Was für ein strahlendes Brautpaar. ©

Was für ein strahlendes Brautpaar.

Ungefähr zwanzig Minuten vor Beginn des Trau-Gottesdienstes, der um 15:00 Uhr beginnen sollte, hatte der Gemeindechor und unser Diakon Alexander Döhring auf der Orgel, zur Freude der Anwesenden, schon einige Lieder und Liedstücke vorgetragen.

Das Brautpaar erschien im geschmückten Fahrzeug, hielt sich aber nicht lange vor der Kirche auf, sondern fuhr gleich wieder los zum Fotoshooting an den Bordesholmer See. Was war das denn? Es gab ein schlechte Nachricht: Die Brautmutter und Begleitung steckten in einem Stau auf der Autobahn fest. Auf der A7 hatte es einen schweren Unfall gegeben. Die Autobahn wurde dadurch voll gesperrt. Nichts ging mehr. Es gab kein Durchkommen, so die Nachricht. Es war Geduld angesagt – und warten.

Alle Anwesenden im Kirchenschiff wurden darüber nun informiert. Die „15:00 Uhr-Spannung“ wurde abgebaut, indem alle sich wieder nach draußen begaben zu einer Tasse Kaffee und Zigarettenpause. Dazu hieß es: warten, warten und nochmals warten. Ohne die Brautmutter den Trau-GD beginnen – geht überhaupt nicht!

Endlich angekommen - auch das Brautpaar kam wieder zurück, obwohl gemunkelt wurde, die Braut sei vom Steg ins Wasser gefallen – begann nach ca. einstündiger Verspätung der Trau-GD, den unser Vorsteher, Priester Thorsten Walter gehalten hat. Beim Eintritt in das Kirchenschiff des Brautpaares spielte der Chorleiter und Organist Priester Thorsten Koy auf der Orgel: BWV 731: „Liebster Jesus, wir sind hier...“ von Johann Sebastian Bach (1685-1750). Anschließend sang die ganze Gemeinde das Lied (im Gesangbuch Nr. 317): „Zwei Hände wollen heute sich an heil´ ger Stätte fassen...“ Text: Karl Gorek (18-15-1890), Melodie: Johann Heinrich Lützel (1823-1899).

Nach dem Eingangsgebet las der Vorsteher für diesen Trau-GD ein Textwort aus der Bibel, aus Philipper 2, 2 - 4, vor: „...so macht meine Freude dadurch vollkommen, dass ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habt, einmütig und einträchtig seid. 3) Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst, 4) und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient.“

Nach der erfrischenden und zu Herzen gehenden Predigt und der anschließenden Segenshandlung – zwischendurch sang der Gemeindechor – musste nach dem Trau-GD das Brautpaar draußen vor der Kirche auf der Schulbank Platz nehmen (die Braut und der Bräutigam sind im Lehramt tätig). Jeder musste einen sehr schweren Text an die Tafel schreiben (ein Text s. Foto). Beide haben die Versetzung – in den Ehestand – bestanden. Anschließend wurde bei Kaffee und Kuchen mancher Klönschnack über diesen „sagenhaften“ Hochzeitsnachmittag gehalten , der unvergesslich für alle bleiben wird.