Als Eingangslied sang die Gemeinde aus dem Gesangbuch Nr. 320 „Du hast uns, Herr, in dir verbunden". Als Textwort diente die Bibelstelle aus Johannes 16, Vers 7: „Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, werde ich ihn zu euch senden.“ Danach sang die ganze Gemeinde die niederländische Volksweise: „Herr, unser Herr, wie bist du zugegen“.
Seine Predigt begann der Bezirksevangelist mit den Worten, dass das goldene Hochzeitspaar hier erschienen ist, weil sie sich den Segen des himmlischen Vaters erbeten. Segen trifft die, die darum bitten. Segen geht in die Breite und Segen ist zeitlos.
Eingehend auf das Textwort, erläuterte der Bezirksevangelist, dass wir in letzter Zeit große Feste gefeiert haben: Palmsonntag, Karfreitag (Kreuzigung Jesu), Ostern (Auferstehung Jesu) und dieses Wort am heutigen Sonntag ist aus den Abschiedsreden Jesu. Er kündigte an, dass er die Wohnung aus dem Irdischen verlassen und die Wohnung im Himmlischen beziehen wird. Er verhieß seinen Jüngern: Ihr sollt einmal da sein, wo ich bin.
Das setzte erst einmal eine Trennung voraus, nämlich seine Himmelfahrt. Trennung ist auch mit Trauer verbunden. Menschen sehen aber oft nur den Augenblick der Trennung und nicht den Zeitraum danach. Jesus sagte: Es ist gut für euch, dass ich weggehe. Es war damals keine Ungewissheit vorhanden, weil ein neuer Zeitabschnitt anbrach. Mit Christi Himmelfahrt endete die Wirksamkeit Jesu und die Zeit des Heiligen Geistes war gekommen. Grundlage für den Heiligen Geist war der Tod Jesu, die Auferstehung und die Himmelfahrt. Durch die Wirksamkeit des Heiligen Geistes können in uns Impulse gesetzt werden, wenn wir an die Auferstehung Jesu glauben.
Danach diente unser Vorsteher, Priester Walter, mit. Er verglich das Wirken des Heiligen Geistes in uns mit dem Zusammenleben in 50 Ehejahren. Jeder Ehepartner weiß ganz genau, was der andere denkt oder wie er sich fühlt. Wir sollen erleben und fühlen, wie der Heilige Geist in uns wirkt. Gott möchte, dass wir den Heiligen Geist in uns wirken lassen.
Zur Vorbereitung des Heiligen Abendmahls sang die Gemeinde Nr. 82 "Geist der Wahrheit, Geist der Liebe" und zur Austeilung des Heiligen Abendmahls Nr. 105 "Halleluja! schöner Morgen" aus dem Gesangbuch.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahles wurde den Eheleuten Binder der Segen zur goldenen Hochzeit gespendet. Zur Einstimmung auf die Feierlichkeit sang die ganze Gemeinde „Komm, Herr, segne uns“ aus dem evangelischen Gesangbuch Nr. 170: „Komm, Herr, segne uns, dass wir uns nicht trennen, sondern überall uns zu dir bekennen. Nie sind wir allein, stets sind wir die Deinen. Lachen oder Weinen wird gesegnet sein.“
Der Bezirksevangelist freute sich darüber, dass die ganze Gemeinde dieses Lied zusammen gesungen hat. Er sagte den beiden: Die ganze Gemeinde hat euch getragen und umfangen.
Als Wort für dieses 50jährige Ehejubiläum gab er ihnen das Wort aus 1. Thessalonicher 5, 23 mit. Ein paar Verse davor heißt es: Seid aber fröhlich… Dies ist ein Wunsch von Gott und aus der ganzen Gemeinde. Fröhlichkeit ist ein Gemütszustand. Freude vergeht und ist zeitlich begrenzt, Fröhlichkeit aber nicht. Danach spendete der Bezirksevangelist dem goldenen Hochzeitspaar den Segen. Anschließend beendete er den Gottesdienst mit Gebet und Segen.
Der Chor sang zum Abschluss aus der Chormappe 344 „Singt ein Lied von Gott“ und anschließend konnten alle Erhard und Gitti gratulieren.
Neuapostolische Kirche